Hat Jesus den Verstand verloren?

Datum: 6. September 2026 | Prediger/in:
Serie: | Bibeltext: Mk 3,20-26

«Er hat den Verstand verloren», sagten seine Angehörigen. «Er ist von Dämonen besessen», meinten die Schriftgelehrten.
«Er ist der Heilige Gottes», schrien dagegen die Dämonen. Jesus selbst bezeichnete sich als Arzt, Bräutigam und Herrn über den Sabbat. Darüber hinaus beanspruchte er, Sünden vergeben zu können.

Angesichts dieser radikalen Selbstaussagen beobachtet der berühmte Philosoph C. S. Lewis treffend, dass Jesus entweder ein Betrüger, ein Geisteskranker oder Gottes Sohn sein muss. Eine andere Interpretation lässt Jesus gar nicht zu.

Ich möchte damit jedermann vor dem wirklich dummen Einwand bewahren, er sei zwar bereit, Jesus als großer Morallehrer anzuerkennen, nicht aber seinen Anspruch, Gott zu sein. Denn gerade das können wir nicht sagen. Ein Mensch, der solche Dinge sagen würde, wie Jesus sie gesagt hat, wäre kein großer Morallehrer. Er wäre entweder ein Irrer – oder der Satan in Person.

Wir müssen uns deshalb entscheiden: Entweder war – und ist – dieser Mensch Gottes Sohn, oder er war ein Narr oder Schlimmeres. Wir können in als Geisteskranken einsperren, wir können ihn verachten oder als Dämon töten. Oder wir können ihn zu Füßen fallen und ihn Herr und Gott nennen. Aber wir können ihn nicht mit gönnerhafter Herablassung als einen großen Lehrer der Menschheit bezeichnen. Das war nie seine Absicht; diese Möglichkeit hat er uns nicht offengelassen.
(Pardon ich bin Christ: 1992, S. 57)

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